Warum Sachversicherer Wärmebilder schätzen
Ein Feuerschaden ist für den Betrieb wie für den Versicherer teuer. Beide Seiten haben ein Interesse daran, Brände gar nicht erst entstehen zu lassen – nicht nur, sie zu regulieren.
Elektrische Schwachstellen zählen zu den häufigsten technischen Brandursachen. Eine thermografische Prüfung deckt genau diese Risiken auf, bevor sie sich zu einem Schaden entwickeln.
Deshalb wird die Thermografie von vielen Sachversicherern anerkannt, honoriert oder im Einzelfall als Voraussetzung für den Versicherungsschutz erwartet. Etablierte Regelwerke der Sachversicherer, etwa VdS-Richtlinien, führen das Verfahren als anerkannte Prüfmethode.
Der Wert liegt in der Dokumentation
Ein Wärmebild allein ist noch kein Nachweis. Entscheidend ist der Prüfbericht: Er hält fest, welche Anlagenteile unter welchem Lastzustand geprüft wurden, welche Befunde sich zeigten und wie dringend eine Behebung ist.
Dieser Bericht dokumentiert, dass Sie Ihre Anlagen sorgfältig überwachen. Gegenüber dem Versicherer belegt er, dass der Betrieb seiner Sorgfaltspflicht nachkommt – ein Argument, das im Schadensfall an Gewicht gewinnt.
Wichtig ist, festgestellte Mängel auch nachweislich zu beheben. Ein Bericht, der Schwachstellen benennt, ohne dass eine Behebung folgt, kann sich im Ernstfall gegen den Betrieb wenden.
Wann sich die Prüfung besonders lohnt
Nicht jedes Objekt profitiert im gleichen Maß. Besonders sinnvoll ist die Elektrothermografie dort, wo viel elektrische Leistung fließt oder ein Ausfall den Betrieb empfindlich trifft.
- Produktions- und Industriebetriebe mit hoher Anschlussleistung
- Logistik- und Lagerhallen mit großen Verteilungen und Ladeinfrastruktur
- Rechenzentren und Betriebe mit unterbrechungskritischer Stromversorgung
- Ältere Elektroinstallationen oder mehrfach erweiterte Anlagen
- Objekte mit hohen Sachwerten oder empfindlicher Betriebsunterbrechung
Das sollten Sie vorab mit Ihrem Versicherer klären
Ob und wie stark sich eine Thermografie auf Ihre Konditionen auswirkt, hängt vom Vertrag und vom Versicherer ab. Pauschale Versprechen zu Prämien oder Rabatten sind unseriös – die konkrete Regelung steht in Ihrer Police oder wird individuell vereinbart.
- Wird eine thermografische Prüfung erwartet oder empfohlen – und in welchem Turnus?
- Welche Anforderungen bestehen an Prüfumfang, Qualifikation des Prüfers und Berichtsform?
- Wirkt sich der Nachweis auf Prämie, Selbstbehalt oder Deckungsumfang aus?
- Bis wann müssen festgestellte Mängel behoben und wie muss das dokumentiert werden?
Ein Nachweis, der wiederkehrt
Mit diesen Antworten lässt sich die Prüfung passgenau planen, sodass der Bericht genau das leistet, was Ihr Versicherer sehen möchte.
Der Zustand einer Elektroanlage verändert sich mit Last, Alter und Umbauten. Ein einmaliges Wärmebild altert deshalb; als laufender Nachweis wird die Prüfung in der Regel wiederkehrend angesetzt.
Üblich ist ein Rhythmus im Bereich von ein bis zwei Jahren, den man aus Anlagenzustand, Gefährdungsbeurteilung und den Vorgaben des Versicherers ableitet. So entsteht über die Jahre eine lückenlose Dokumentation.
Prüfen, dokumentieren, absichern
Eine thermografische Prüfung mit sauberem Bericht schützt Ihre Anlagen und stärkt zugleich Ihre Position gegenüber dem Versicherer.
Das Brandschutz- und Sachverständigenbüro Schnese führt die Prüfung durch und erstellt eine nachvollziehbare Dokumentation. In einer kostenfreien Ersteinschätzung besprechen wir, welcher Prüfumfang zu Ihrem Objekt und den Anforderungen Ihres Versicherers passt.


