Zwischen Plan und Baustelle

Ein durchdachtes Brandschutzkonzept und eine saubere Fachplanung sind die halbe Miete. Die andere Hälfte entscheidet sich auf der Baustelle.

Ausgeführt wird von vielen Händen – Rohbau, Elektro, Lüftung, Sanitär, Trockenbau. Jedes Gewerk kennt seinen Teil, aber selten das brandschutztechnische Gesamtbild.

Die Fachbauleitung Brandschutz sorgt dafür, dass am Ende auch das gebaut wird, was geplant wurde.

Was die Fachbauleitung leistet

Die Fachbauleitung ist die baubegleitende Kontrolle des Brandschutzes. Sie prüft stichprobenartig, ob die Ausführung mit Konzept, Fachplanung und den Verwendbarkeitsnachweisen übereinstimmt.

Sie ist keine allgemeine Bauleitung und ersetzt diese nicht. Ihr Blick gilt gezielt den brandschutzrelevanten Bauteilen und Details:

  • Kontrolle der Abschottungen, Brandschutztüren und feuerwiderstandsfähigen Bauteile im eingebauten Zustand.
  • Abgleich der tatsächlich verwendeten Produkte mit den geplanten, geprüften Systemen.
  • Hinweise an die Gewerke, bevor aus einem Detailfehler ein Mangel im fertigen Gebäude wird.
  • Begleitung bis zur Abnahme mit prüffähiger Dokumentation.

Prüfen, bevor verdeckt wird

Der entscheidende Moment liegt oft nur wenige Tage offen. Eine Kabelabschottung in einer Geschossdecke lässt sich gut beurteilen, solange sie sichtbar ist.

Sind erst Vorwände geschlossen, die Abhangdecke montiert oder der Estrich eingebracht, ist die Prüfung nur noch mit Aufwand oder gar nicht mehr möglich.

Deshalb setzt die Fachbauleitung ihre Stichproben bewusst vor der Verdeckung an. Was hier auffällt, kostet eine Nacharbeit. Was erst bei der Abnahme auffällt, kostet oft den Rückbau.

Typische Ausführungsfehler

Bestimmte Fehler treten immer wieder auf – nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil das brandschutztechnische Detail im Baualltag leicht untergeht:

  • Abschottungen, die nicht dem geprüften System entsprechen – etwa mit Bauschaum verschlossen statt mit einem zugelassenen Schott.
  • Fehlende oder falsch montierte Brandschutzmanschetten an brennbaren Rohren.
  • Nachträgliche Durchdringungen, die nach der eigentlichen Abschottung eingebracht und nicht wieder fachgerecht verschlossen werden.
  • Überbelegte Schotts, in denen mehr Leitungen liegen, als der Nachweis zulässt.
  • Brandschutztüren mit verstellten Schließern, unzulässigen Keilen oder zu großen Spaltmaßen.

Dokumentation als Nachweis

Kontrolle ohne Nachweis verpufft. Deshalb hält die Fachbauleitung ihre Feststellungen fest – mit Fotos, Protokollen und dem Abgleich der Hersteller- und Übereinstimmungserklärungen.

Diese Dokumentation ist bei der Bauabnahme viel wert. Sie zeigt der Prüfinstanz, dass der Brandschutz nicht nur geplant, sondern auch gebaut wurde.

Und sie schützt den Bauherrn: Wer belegen kann, dass fachgerecht ausgeführt wurde, steht im Schadensfall deutlich besser da.

Damit das Konzept nicht auf dem Papier bleibt

Ein Brandschutzkonzept wirkt nur, wenn es die Baustelle übersteht. Die Fachbauleitung ist die Klammer zwischen Planung und Gebäude.

Das Brandschutz- und Sachverständigenbüro Schnese übernimmt die baubegleitende Kontrolle und begleitet Ihr Vorhaben bis zur Abnahme. Ob eine Fachbauleitung für Ihr Projekt sinnvoll ist, klärt Schnese in einer kostenfreien Ersteinschätzung.